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Mögliche Beobachtungen bei sexuellem Missbrauch

Sexueller Missbrauch liegt vor, wenn eine Person ihre Überlegenheit, das Vertrauen, die Abhängigkeit und Unwissenheit eines Kindes zur Befriedigung eigener sexueller Bedürfnisse ausnützt. Sexuelle Übergriffe reichen vom Betasten, Zeigen pornographischer Fotos usw. bis hin zur sexuellen Vergewaltigung.
Sexueller Missbrauch beginnt am häufigsten zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr des Kindes, Mädchen sind häufiger betroffen als Buben.

Missbrauchsopfer, die nicht über ihr Erleben konkret sprechen können/dürfen/ wollen, senden oft „Signale“ aus und machen Andeutungen, die wir ernst nehmen und auf die wir reagieren müssen. Solche Hinweise können sein:

 

  • Unerklärliche Verhaltensänderung(en), z. B. ein sonst fröhliches und zugängliches Kind zieht sich zurück, wirkt depressiv, ängstlich, schreckhaft oder es verhält sich ungewohnt distanzlos, ist aggressiv
  • Unterschiedliches Verhalten gegenüber Männern und Frauen
  • Veränderte Wortwahl, sexualisierte Sprache, Spiele mit sexuellen und
    aggressiven Handlungen
  • Körperliche und psychosomatische Anzeichen, z. B. Schmerzen im Genitalbereich, blutiger Harn, Hautausschlag, unerklärliches Kopfweh oder Bauchweh, Einnässen, Nägelbeißen u.a.
  • Änderung im Essverhalten oder in der Körperpflege, verkrampfte Körperhaltung, will sich vor anderen nicht mehr umziehen
  • Plötzliche Lernschwierigkeiten

 

Achtung:
Es gibt viele möglichen Ursachen für auffallende Veränderungen im Verhalten, keine lässt eindeutig auf sexuellen Missbrauch schließen. Auch sexuelle Inhalte in Zeichnungen oder Aufsätzen sind kein sicheres Anzeichen.

 

  

Kontaktadresse

 

Landesschulrat

Schulpsychologie-Bildungsberatung

Dr. Maria Helbock

Bahnhofstraße 10

6900  Bregenz

 

T05574 4960 210
H0664 81 09 340
F05574 4960 408
ME-Mail
www.lsr-vbg.gv.at/index.php?id=13

 

 

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für den Inhalt verantwortlich: Dr. Maria Helbock
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