Die pädagogischen Initiativen in Vorarlberg
VOBS. Vorarlberger Bildungsservice.
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Verhalten der Lehrpersonen

  • Regelmäßige Anwesenheitskontrolle in jedem Unterricht
  • Schriftliche Aufzeichnung jeder Fehlstunde und Meldung an den Klassenvorstand
  • Unverzügliche Abklärung des Grundes (Vorlage von Entschuldigungen der Erziehungsberechtigten) bzw. Verständigung der Eltern über die Fehlstunden
  • Versäumtes nachholen lassen
  • Bei auffallendem, wiederholten Fehlen genaue Problemanalyse durchführen zur Klärung der Fragen, was das Kind/der Jugendliche mit seinem Verhalten signalisieren, erreichen, vermeiden möchte
    - Rücksprache mit Kolleg/inn/en, Austausch von Wahrnehmungen
    - Vertrauensvolle Gespräche mit dem betroffenen Kind/Jugendlichen (am besten durch eine Person mit dem besten Zugang zum Betroffenen), den Schulverweigerer/Schulschwänzer als Person akzeptieren, seine Probleme ernst nehmen
    - Kontaktaufnahme mit den Eltern und/oder anderen Bezugspersonen mit einem Angebot zur Kooperation -> Maßnahmenkatalog erstellen, schriftliche Vereinbarungen, – falls erforderlich in Absprache mit den Erziehungsberechtigten Einbezug und Inanspruchnahme von Helfersystemen, z.B. Beratungslehrer, Schulpsychologe, Sozialarbeiter/Jugendamt
  • Verlaufprotokoll, laufende Rückmeldungen an die Erziehungsberechtigten und an die Schulleitung
  • Selbstkritische Überprüfung der von den betreffenden Lehrpersonen verwendeten Unterrichtsmethoden und der Unterrichtsgestaltung

  

Pädagogische Maßnahmen / Interventionen auf den individuellen Fall abstimmen

 

Bei familiär bedingter Schulvermeidung

 

  • Reflexion der eigenen Rolle und Einstellung zum betreffenden Kind/Jugendlichen
  • Motivierung der Eltern zur Mithilfe bei der Beseitigung des Schuleschwänzens
  • Überfürsorglicher Haltung der Bezugspersonen gegensteuern
  • Entwicklung zur Eigenständigkeit des Kindes fördern
  • Sozialer Isolation der Familie entgegensteuern

 

Bei Schulvermeidung aus Angst

 

  • Auseinandersetzung mit möglichen Schulsorgen und Entschärfung dieser Probleme
  • Individualisierende Maßnahmen oder Förderunterreicht in den Fächern, die dem Kind Schwierigkeiten bereiten
  • Dem Kind Ermutigung, Selbstbestätigung, Anerkennung, Zuwendung, ... zukommen lassen
  • Selbstreflexion der eigenen Lehrerpersönlichkeit
  • „Lehrer-Schüler“ – Konferenz, “Sorgenbriefkasten“, Sozial-Lernstunden, „Klassenstunden“, Übungen zu Interaktion und zu Konfliktlösungsverhalten

 

Bei Schulvermeidung aus Leistungsflucht

 

  • Unmittelbares Handeln nach Bekanntwerden
  • Eltern bestärken, klare und durchsetzbare Entscheidungen für den Schulbereich des Kindes/Jugendlichen zu treffen und diese konsequent durchzusetzen
  • Besprechen, Vereinbaren und Aufstellen von transparenten, verbindlichen Normen und Regeln - am besten gemeinsam mit dem Kind/dem Jugendlichen und seinen Eltern erarbeiten, schriftlich formulieren (z.B. klar strukturierter Vertrag mit realisierbaren, zeitlich überschaubaren Zielsetzungen, eindeutigen und erfüllbaren Konsequenzen, mit Rechten und Pflichten für alle Unterzeichnenden, dazu Unterstützungsangebote). Auf deren Einhaltung achten !!
  • Aufdecken potentieller informeller Untergruppen-Normen, dazu Gespräche mit dem Jugendlichen und den Eltern
  • Klare Grenzsetzung, klare Botschaften
  • Reflexion über methodisch-didaktische Unterrichtsformen und über den Ablauf von Prüfungen und Leistungsrückmeldungen

 

 

Kontaktadresse

 

Landesschulrat

Schulpsychologie-Bildungsberatung

Dr. Maria Helbock

Bahnhofstraße 10

6900  Bregenz

 

T05574 4960 210
H0664 81 09 340
F05574 4960 408
ME-Mail
www.lsr-vbg.gv.at/index.php?id=13

 

 

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für den Inhalt verantwortlich: Dr. Maria Helbock
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