
Nicht erst seit PISA ist bekannt, dass die möglichst frühe Förderung das Lernen ein Leben lang positiv beeinflusst. Und im Kindergarten geht es längst nicht mehr nur um Betreuung. Er ist die erste Bildungseinrichtung im Leben unserer Kinder.
Kinder sind heute anders als früher und sie wachsen in einer völlig „anderen Welt“ auf als ihre Eltern. Sie werden in ihrem Leben mit ganz anderen Herausforderungen zu tun haben, als die Generationen vor ihnen. Diese Veränderungen müssen wir annehmen. Im neuen Kindergartenbildungsplan haben wir als erstes Bundesland die neuen Aufgaben grundgelegt.
Jedes Kind hat spezielle Eignungen und Neigungen
Kinder kommen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen in den Kindergarten. Die einen kennen Buchstaben, die anderen haben noch ganz selten ein Buch in der Hand gehabt. Die einen reden wie ein Wasserfall, die anderen bringen den Mund nicht auf. Die einen können bis 20 zählen, die anderen nicht einmal bis fünf. Und alle sollen bald in die Schule, sollen tüchtige, lebensfrohe Menschen werden.
Früh und gezielt fördern
Mit der „Vorsorge Neu“ wird heuer erstmals allen vierjährigen Kindern im Kindergarten ein wissenschaftlich begleitetes Diagnose- und maßgeschneidertes Förderprogramm angeboten. Im Rahmen der „Vorsorge Neu“ werden Kompetenzen bzw. Defizite in den Bereichen Bewegung, Sprache, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Ausdauer, Verhalten u.a.m. erfasst. Die „Vorsorge Neu“ wird mit standardisierten Beobachtungsbögen durchgeführt. Sie ist in die tägliche Kindergartenarbeit eingebettet, damit für die Kinder keinesfalls so etwas wie eine Prüfungssituation entsteht.
Der große Schritt in die Welt des Lernens
Die KindergartenpädagogInnen im ganzen Land setzen sich derzeit intensiv mit den neuen Konzepten „Vorsorge neu“ und „Frühe Sprachförderung“ auseinander. „Dabei ist viel zu bedenken und zu lernen“, weiß Kindergarteninspektorin Margot Thoma, „und wie in jeder Familie und in jedem Betrieb laufen so große Neuerungen auch nicht in allen 235 Kindergärten völlig problemlos ab. Dort, wo zusätzliche Unterstützung erforderlich ist, sollten wir diese gemeinsam organisieren.“
Die Bildungsverantwortlichen in Vorarlberg bemühen sich seit Jahren, Kinder und Jugendliche möglichst zukunftsweisend zu bilden und auszubilden. „Lernen muss Hand und Fuß haben“, ist für Landesrat Siegi Stemer klar. Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse sind die Grundlage für Veränderungen, die Erprobung und Weiterentwicklung in der Praxis aber sind noch viel wichtiger, damit die eingeführten Neuerungen Sinn machen: „Für dieses Engagement im Interesse der Kinder danke ich den Kindergärten herzlich.“
Kindergartenpädagoge/in – Gefühl, Wissen, Verantwortung
KindergartenpädagogInnen sind WegbegleiterInnen in einer formenden und prägenden Lebensphase der Kinder. Sie sind fachlich auf dem neuesten Stand, beweisen täglich Managementfähigkeiten und verfügen über soziale Kompetenz und menschliche Wärme.
Basis für diese umfangreiche, vielschichtige und von den meisten als große Freude empfundene Tätigkeit ist ihre solide Ausbildung und Weiterbildung, welche sowohl an der BAKIP (Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik) genauso wie in der laufenden Fortbildung ständig modernisiert werden.
Amt der Vorarlberger Landesregierung
Kindergarteninspektorin
Margot Thoma
Landhaus
6900 Bregenz
| T | 05574 511 22115 |
| H | 0664 62 55 319 |
| F | 05574 922 195 |
| M |
