
Die Hauptschulen von heute arbeiten nach zukunftsorientierten pädagogischen Richtlinen und Leitbildern, die jenen erfolgreicher Wirtschaftsunternehmen gleichen. Im Zentrum jedes Leitbildes stehen aber immer die Kinder und deren Bedürfnisse, um ein erfülltes, selbständiges und unabhängiges Leben zu führen.
Dafür brauchen die Schülerinnen und Schüler neben Bildung im Sinne von Lesen, Schreiben, Mathematik und allen anderen Unterrichtsfächern auch Bildung im Sinne von Denken, die Fähigkeit selbständig zu handeln und mit anderen zusammenzuarbeiten.
All diese Inhalte und Werte lernen die Kinder in der Vorarlberger Hauptschule. Die Kinder lernen aber auch ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen zu entdecken. Bei einem zehnjährigen Kind ist es noch schwierig, seine Eignungen und Neigungen festzustellen. Das ist meist erst im Alter von vierzehn, fünfzehn Jahren möglich. Das Schulsystem der Hauptschulen ist offen und durchlässig. HauptschulabsolventInnen haben die Chance, in die Polytechnische Schule, in eine Berufsbildende Mittlere Schule oder auch eine Höhere Schule einzusteigen und Absolventen einer Lehre können die Berufsreifeprüfung ablegen.
In der dritten und vierten Klasse zeigen sich die Fähigkeiten und dauernden Interesse der SchülerInnen klarer. Die Kinder haben viel gelernt und können gemeinsam mit den Eltern und den LehrerInnen herausfinden, welcher weitere Bildungs- und Berufswege am meisten Freude macht und Erfolg verspricht. Denn eines ist gewiss: die SchülerInnen haben alle Möglichkeiten und Chancen.
Landesschulrat für Vorarlberg
LSI Karin Engstler
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